• Hauptgerichte
  • Surf-and-Turf-Rezept mit Steak und Garnelen perfekt zubereiten

Surf-and-Turf-Rezept mit Steak und Garnelen perfekt zubereiten

Renate Eichhorn 18. Juli 2026
Perfektes Surf and Turf Rezept: saftiges Steak mit gegrillten Garnelen, Kirschtomaten, Zitrone und Brot auf dunklem Stein serviert.

Inhaltsverzeichnis

Wenn ein saftiges Rindersteak auf aromatische Garnelen trifft, entsteht ein Hauptgericht, das festlich wirkt und trotzdem unkompliziert gelingt. Ich zeige, welche Zutaten sich für ein gutes Surf-and-Turf-Rezept eignen, wie Steak und Meeresfrüchte gleichzeitig saftig bleiben und welche Beilagen den Teller abrunden.

Steak, Garnelen und die richtige Reihenfolge machen den Unterschied

  • Für zwei Personen passen zwei Steaks mit je 220 bis 250 g und 8 bis 10 großen Garnelen.
  • Entrecôte bleibt besonders saftig, während Rumpsteak etwas magerer und kräftiger im Geschmack ist.
  • Das Steak gart zuerst und ruht anschließend 5 bis 8 Minuten, während die Garnelen frisch gebraten werden.
  • Garnelen brauchen meist nur 1 bis 2 Minuten pro Seite, sonst werden sie zäh.
  • Eine einfache Knoblauchbutter mit Zitrone verbindet Fleisch und Meeresfrüchte besser als eine schwere Sauce.

Ein köstliches Surf and Turf Rezept: saftiges Steak, Garnelen und Brokkoli auf einem Teller.

Was ein gutes Surf-and-Turf-Gericht ausmacht

Surf and Turf verbindet eine Komponente vom Land mit einer aus dem Meer. Meist landet ein Rindersteak mit Garnelen auf dem Teller, möglich sind aber auch Hummer, Jakobsmuscheln oder ausgelöste Langustenschwänze.

Für mich lebt das Gericht vom Kontrast. Das Fleisch bringt Röstaromen und Tiefe, die Garnelen sorgen für eine leichte, leicht süßliche Note. Beides braucht deshalb keine komplizierte Würzung, sondern vor allem gute Ausgangsprodukte und exaktes Timing.

Die häufigste Fehlannahme ist, dass möglichst große und teure Zutaten automatisch ein besseres Ergebnis liefern. Ein sauber gebratenes Entrecôte mit frischen Riesengarnelen schmeckt oft überzeugender als ein überladen angerichteter Teller, auf dem die einzelnen Aromen untergehen.

Diese Zutaten brauche ich für zwei Personen

Die Hauptzutaten

  • 2 Rindersteaks, jeweils etwa 220 bis 250 g und rund 3 cm dick
  • 8 bis 10 große Garnelen, küchenfertig und möglichst roh
  • 2 EL neutrales Öl mit hohem Rauchpunkt
  • 30 g Butter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Zweige Thymian oder Rosmarin
  • 1 Bio-Zitrone
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Beim Steak greife ich am liebsten zu Entrecôte oder Rumpsteak. Das Entrecôte verzeiht durch seine feine Fettmarmorierung etwas mehr, während ein Rumpsteak kräftiger schmeckt, aber schneller trocken wird.

Komponente Gute Wahl Worauf ich achte
Rind Entrecôte Deutliche Marmorierung und gleichmäßige Dicke
Rind Rumpsteak Fettrand vor dem Braten leicht einschneiden
Meeresfrüchte Riesengarnelen Roh, fest, geruchlich frisch und nicht wässrig
Meeresfrüchte Jakobsmuscheln Sehr trocken tupfen und nur kurz scharf braten
Besondere Variante Hummerschwanz Passt zu festlichen Anlässen, braucht aber mehr Garzeit

Bei tiefgekühlten Garnelen ist das Auftauen kein Nebenthema. Ich lasse sie langsam im Kühlschrank auftauen, tupfe sie gründlich trocken und entferne bei Bedarf den dunklen Darm. Nasse Garnelen braten nicht, sie dünsten und bekommen dadurch keine schöne Kruste.

Steak und Garnelen auf den Punkt garen

Vorbereitung und Reihenfolge

  1. Steaks 30 bis 45 Minuten vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen und mit Küchenpapier trocken tupfen.
  2. Garnelen ebenfalls gut abtrocknen und mit etwas Salz, Pfeffer und Zitronenabrieb würzen.
  3. Eine schwere Pfanne oder den Grill sehr heiß vorheizen. Das Öl soll leicht glänzen, aber nicht stark qualmen.
  4. Steaks von jeder Seite etwa 2 Minuten scharf anbraten. Den Fettrand kurz aufstellen und ebenfalls bräunen.
  5. Hitze reduzieren, Butter, Knoblauch und Kräuter dazugeben und das Fleisch 1 bis 2 Minuten mit der aromatisierten Butter übergießen.
  6. Steaks herausnehmen und locker abgedeckt 5 bis 8 Minuten ruhen lassen.
  7. Garnelen in derselben Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze braten. Je nach Größe benötigen sie etwa 1 bis 2 Minuten pro Seite.

Für medium rare nehme ich das Steak bei etwa 50 bis 52 °C Kerntemperatur aus der Pfanne. Während der Ruhezeit steigt die Temperatur noch etwas an und landet meist bei 52 bis 54 °C. Wer sein Steak lieber medium isst, wartet auf ungefähr 56 bis 58 °C.

Garnelen sind fertig, sobald sie rosa, undurchsichtig und fest sind. Eine leichte C-Form ist ein gutes Zeichen. Rollen sie sich stark zu einem engen Ring zusammen, wurden sie meist zu lange gegart.

Auf dem Grill funktioniert die Zubereitung genauso. Ich grille das Steak zunächst direkt über hoher Hitze und lasse es bei Bedarf in einer kühleren Zone nachziehen. Die Garnelen kommen erst in den letzten Minuten auf den Rost, am besten in einer Grillschale, damit sie nicht durch die Streben fallen.

Beilagen und Sauce halten den Teller im Gleichgewicht

Zu diesem Gericht braucht es keine fünf Beilagen. Ich serviere am liebsten knusprige Kartoffeln, grünen Spargel oder grüne Bohnen und etwas Frisches wie einen kleinen Blattsalat.

  • Rosmarinkartoffeln bringen Röstaromen und machen das Gericht sättigend.
  • Grüner Spargel passt besonders gut zu Garnelen und lässt sich in derselben Pfanne oder auf dem Grill zubereiten.
  • Bohnen mit Zitronenabrieb setzen einen frischen Kontrast zur kräftigen Butter.
  • Gegrilltes Sauerteigbrot ist eine einfache Alternative zu Kartoffeln und nimmt die Kräuterbutter gut auf.

Für die schnelle Sauce vermische ich die Bratbutter mit dem Saft einer halben Zitrone, etwas Zitronenabrieb und einem Esslöffel fein gehackter Petersilie. Mehr braucht es oft nicht. Eine schwere Rahmsauce kann funktionieren, nimmt dem Zusammenspiel aus Steak und Garnelen aber schnell die Leichtigkeit.

Wer eine cremigere Variante möchte, kann die Pfanne nach dem Herausnehmen der Garnelen mit 100 ml Weißwein ablöschen, kurz einkochen lassen und anschließend 80 ml Sahne unterrühren. Diese Sauce passt besonders gut zu Rumpsteak, während die Zitronenbutter mein Favorit für Entrecôte bleibt.

Diese Fehler kosten Geschmack und Saftigkeit

Das Fleisch ist zu kalt oder zu feucht

Ein kaltes Steak kühlt die Pfanne ab und bräunt ungleichmäßig. Noch problematischer ist eine feuchte Oberfläche, denn Wasser verhindert die gewünschte Maillard-Reaktion. Damit ist die chemische Reaktion gemeint, die beim starken Erhitzen für die braune Kruste und die typischen Röstaromen sorgt.

Steak und Garnelen kommen gleichzeitig in die Pfanne

Das klingt praktisch, ist aber fast immer die falsche Abkürzung. Das Steak braucht deutlich länger, während Garnelen in wenigen Minuten gar sind. Ich lasse das Fleisch lieber ruhen und brate die Meeresfrüchte genau dann, wenn sie auf den Teller sollen.

Zu viel Würze verdeckt die Zutaten

Eine Marinade mit viel Sojasauce, Honig und Knoblauch kann Garnelen schnell dominieren und auf dem Grill verbrennen. Für dieses Gericht reichen Salz, Pfeffer, Butter, Knoblauch und Zitrone völlig aus. Kräftigere Gewürze setze ich nur bei Varianten mit Chili, Paprika oder mediterranen Beilagen ein.

Lesen Sie auch: Schweinefilet im Ofen saftig zubereiten mit Pfannensauce

Das Steak wird sofort angeschnitten

Beim Ruhen verteilen sich die Fleischsäfte wieder gleichmäßiger. Schneidet man das Steak direkt nach dem Braten auf, läuft ein Teil davon auf das Brett statt auf den Teller. Die kurze Wartezeit macht beim Endergebnis tatsächlich einen spürbaren Unterschied.

So gelingt der Teller auch beim ersten Versuch

Ich würde für den ersten Versuch ein 3 cm dickes Entrecôte und große Garnelen wählen. Diese Kombination ist aromatisch, gut kontrollierbar und verzeiht kleine Timingfehler besser als ein sehr mageres Steak oder besonders empfindliche Jakobsmuscheln.

Plane insgesamt etwa 35 bis 45 Minuten ein, davon rund 20 Minuten für Beilagen und Vorbereitung. Entscheidend sind keine ausgefallenen Zutaten, sondern eine trockene Fleischoberfläche, eine sehr heiße Pfanne und die klare Reihenfolge aus Steak, Ruhezeit und Garnelen.

So bleibt Surf and Turf ein elegantes, aber bodenständiges Hauptgericht, das sich ebenso gut für ein entspanntes Grillessen wie für einen besonderen Abend zu Hause eignet.

Häufig gestellte Fragen

Entrecôte bleibt durch seine feine Fettmarmorierung besonders saftig und verzeiht kleine Timingfehler. Rumpsteak schmeckt kräftiger, ist aber magerer und kann schneller trocken werden.

Das Steak wird zuerst scharf angebraten und ruht anschließend 5 bis 8 Minuten. Während dieser Ruhezeit brätst du die Garnelen in derselben Pfanne, damit sie frisch und saftig auf den Teller kommen.

Große Garnelen benötigen bei mittlerer bis hoher Hitze meist 1 bis 2 Minuten pro Seite. Sie sind fertig, wenn sie rosa, undurchsichtig und fest sind und eine leichte C-Form haben. Eine enge Ringform deutet auf zu langes Garen hin.

Knusprige Rosmarinkartoffeln, grüner Spargel oder grüne Bohnen mit Zitronenabrieb ergänzen das Gericht. Auch gegrilltes Sauerteigbrot passt gut, weil es die Kräuterbutter aufnimmt.

Eine leichte Zitronenbutter aus Bratbutter, Zitronensaft, Zitronenabrieb und Petersilie verbindet Steak und Garnelen besonders gut. Für eine cremigere Variante kannst du die Pfanne mit 100 ml Weißwein ablöschen, ihn einkochen lassen und 80 ml Sahne unterrühren.

Artikel bewerten

Bewertung: 0.00 Stimmenanzahl: 0

Tags

surf and turf
garnelen
entrecôte
knoblauchbutter
grillen
Autor Renate Eichhorn
Renate Eichhorn
Mein Name ist Renate Eichhorn und seit 5 Jahren teile ich meine Leidenschaft für Kochen, Grillen und Genießen auf knossos-grill.de. Was als Hobby begann, ist über die Jahre zu einer echten Herzensangelegenheit geworden, bei der ich mich intensiv mit Rezepten und den besten Tipps rund um den Grill beschäftige. Ich liebe es, komplexe Themen rund ums Grillen so zu erklären, dass sie für jeden verständlich werden, und lege Wert darauf, dass meine Inhalte fundiert und aktuell sind. Mein Ziel ist es, Ihnen mit nützlichen und gut aufbereiteten Informationen zur Seite zu stehen, damit auch Sie die Freude am Kochen und Genießen voll auskosten können.

Beitrag teilen

Kommentar schreiben