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Tomatenbutter aus getrockneten Tomaten einfach selber machen

Heidi Held 19. Mai 2026
Cremige Tomatenbutter, garniert mit Basilikum und getrockneten Tomatenstücken. Ein köstliches Rezept für Tomatenbutter, perfekt zum Dippen oder Bestreichen.

Inhaltsverzeichnis

Ein gutes Tomatenbutter-Rezept gehört für mich zu den unkompliziertesten Wegen, einem Grillabend sofort mehr Charakter zu geben. Die Mischung aus weicher Butter, würzigen Tomaten und Knoblauch ist in wenigen Minuten fertig, schmeckt auf Brot genauso gut wie zu Gemüse oder Fleisch und lässt sich leicht an den eigenen Geschmack anpassen.

Die wichtigsten Eckdaten für aromatische Tomatenbutter

  • Zubereitungszeit beträgt etwa 10 Minuten, ohne lange Kühlzeit.
  • Getrocknete Tomaten in Öl sorgen für das intensivste Aroma.
  • Für die Grundmenge reichen 250 g weiche Butter und 80 g Tomaten.
  • Die Butter passt zu Baguette, Grillgemüse, Fleisch, Fisch und Pasta.
  • Gut verpackt hält sie sich im Kühlschrank etwa 3 bis 4 Tage.

Tomatenbutter-Rezept: Ein Block und Scheiben von würziger Tomatenbutter mit getrockneten Tomaten und Basilikum auf einem Teller. Dazu geröstetes Brot.

Das Grundrezept mit getrockneten Tomaten

Ich verwende am liebsten getrocknete Tomaten in Öl, weil sie bereits weich sind und eine konzentrierte, leicht süßliche Würze mitbringen. Das Öl gieße ich vorher ab, tupfe die Tomaten aber nicht komplett trocken. Ein kleiner Rest davon macht die Butter geschmeidiger und runder.

Zutaten für etwa 8 bis 10 Portionen

Zutat Menge
weiche Butter 250 g
getrocknete Tomaten in Öl 80 g
Tomatenmark 1 EL
Knoblauch 1 kleine Zehe
Basilikum oder Oregano 1 TL, frisch oder getrocknet
schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Chiliflocken optional, etwa 1 Prise
Zitronensaft 1 TL

Zubereitung in wenigen Schritten

  1. Die Butter mindestens 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen. Sie sollte weich sein, aber nicht flüssig.
  2. Die getrockneten Tomaten und den Knoblauch sehr fein hacken. Für eine glatte Konsistenz eignet sich ein kleiner Mixer.
  3. Butter, Tomaten, Tomatenmark, Kräuter, Zitronensaft und Gewürze in eine Schüssel geben.
  4. Alles mit einer Gabel oder einem Handrührgerät vermengen, bis eine gleichmäßige Masse entsteht.
  5. Die Tomatenbutter abschmecken, in Backpapier rollen und mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Der Zitronensaft ist kein Muss, macht aber einen spürbaren Unterschied. Er bringt etwas Frische in die kräftige Butter und verhindert, dass das Ergebnis nur salzig und schwer schmeckt. Bei stark gewürzten Tomaten genügt oft schon eine kleine Prise Salz oder gar keine zusätzliche Salzzugabe.

Welche Tomaten für den besten Geschmack sorgen

Nicht jede Variante liefert dasselbe Ergebnis. Ich entscheide je nach Anlass, ob die Butter eher intensiv, mild oder besonders frisch schmecken soll.

Tomatenvariante Geschmack Am besten geeignet für
Getrocknete Tomaten in Öl kräftig, würzig und leicht süßlich Grillbrot, Steaks und mediterrane Dips
Tomatenmark konzentriert, glatt und unkompliziert schnelle Alltagsversion und Pasta
Frische Tomaten leicht und saftig sofortigen Verzehr im Sommer

Frische Tomaten würde ich nur verwenden, wenn die Butter direkt serviert wird. Ihr hoher Wassergehalt macht die Masse weicher und verkürzt die Haltbarkeit. Für eine formbare Grillbutter sind getrocknete Tomaten oder Tomatenmark deshalb die verlässlichere Wahl.

So kommt die Butter beim Grillen richtig zur Geltung

Am schnellsten verschwindet sie bei mir auf warmem Baguette. Die Scheiben einfach kurz auf dem Grill rösten und anschließend mit der kalten Butter bestreichen. Sie schmilzt leicht an, ohne sofort komplett vom Brot zu laufen.

Zu Brot und Fladenbrot

Auf knusprigem Baguette wirkt die Tomatenbutter fast wie ein schneller mediterraner Aufstrich. Auch Ciabatta, Pita und warmes Fladenbrot passen gut dazu. Wer mag, streut noch etwas Feta, Sesam oder frisches Basilikum darüber.

Zu Fleisch, Fisch und Gemüse

Zu gegrilltem Hähnchen und Rindersteak darf die Butter kräftig gewürzt sein. Bei Fisch oder Zucchini würde ich Knoblauch und Chili sparsamer einsetzen und stattdessen etwas mehr Zitronensaft verwenden. Besonders gut funktioniert sie auf Maiskolben, Ofenkartoffeln und gegrillten Pilzen.

Als schnelle Pastasauce

Für eine unkomplizierte Sauce einen Esslöffel Tomatenbutter in einer warmen Pfanne schmelzen und mit etwas Nudelwasser verrühren. Schon 2 bis 3 Esslöffel pro 250 g Pasta reichen aus. Parmesan, Rucola oder geröstete Pinienkerne machen daraus ein schnelles Abendessen.

Typische Fehler und einfache Lösungen

Der häufigste Fehler ist zu kalte Butter. Dann verbinden sich die Zutaten nur schwer und die Tomaten bleiben in kleinen Klumpen verteilt. Weiche Butter sorgt für eine cremige Masse, während flüssige Butter nach dem Kühlen oft ungleichmäßig fest wird.

  • Zu salzig: keine zusätzliche Salzmenge einplanen, bevor die Tomatenbutter vollständig vermischt ist.
  • Zu trocken: einen Teelöffel Tomatenöl oder Olivenöl unterrühren.
  • Zu sauer: mit etwas Butter oder einer kleinen Prise Zucker ausgleichen.
  • Zu mild: mehr Tomatenmark, Pfeffer, Knoblauch oder Chiliflocken verwenden.
  • Zu grob: die Tomaten zuerst separat im Mixer zerkleinern.

Ich lasse die fertige Mischung vor dem Nachwürzen kurz stehen. Nach etwa zehn Minuten verbindet sich das Aroma besser, und der Knoblauch wirkt deutlich präsenter als direkt nach dem Verrühren.

Haltbarkeit und Varianten für unterschiedliche Vorlieben

Im Kühlschrank sollte die Butter luftdicht verpackt und mit sauberem Besteck entnommen werden. So bleibt sie normalerweise 3 bis 4 Tage frisch. Eine Portion lässt sich auch einfrieren, am besten in kleinen Rollen oder Eiswürfelformen, und innerhalb von etwa zwei bis drei Monaten verbrauchen.

Würzige Version

Mit Chiliflocken, geräuchertem Paprikapulver und einer Prise Kreuzkümmel bekommt die Butter mehr Tiefe. Diese Variante passt besonders gut zu Lamm, Grillpaprika und Kartoffelspalten.

Frische Kräuterversion

Basilikum, Petersilie und ein wenig Oregano machen die Butter leichter. Frische Kräuter erst kurz vor dem Kühlen einarbeiten, damit ihr Aroma erhalten bleibt. Für Fisch ergänze ich gern Zitronenabrieb statt zusätzlicher Schärfe.

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Vegane Alternative

Die Butter lässt sich durch eine hochwertige pflanzliche Margarine ersetzen. Achte auf eine feste, streichfähige Sorte mit neutralem Geschmack, sonst überdeckt sie die Tomaten. Die Zubereitung bleibt unverändert.

Mein letzter Handgriff vor dem Servieren

Für eine besonders schöne Konsistenz nehme ich die Tomatenbutter etwa 15 Minuten vor dem Essen aus dem Kühlschrank. Dann ist sie fest genug zum Schneiden und weich genug zum Streichen.

Wenn ich sie zum Grillen serviere, gebe ich die Butter nicht in eine große Schüssel, sondern forme kleine Scheiben oder Kugeln. Das sieht besser aus, lässt sich sauber portionieren und verhindert, dass die gesamte Menge auf dem warmen Tisch weich wird.

Häufig gestellte Fragen

Getrocknete Tomaten in Öl sorgen für ein kräftiges, würziges und leicht süßliches Aroma. Das Öl sollte abgegossen werden, ein kleiner Rest darf für mehr Geschmeidigkeit an den Tomaten bleiben. Tomatenmark eignet sich für eine glatte, schnelle Variante, während frische Tomaten wegen ihres hohen Wassergehalts nur zum sofortigen Verzehr passen.

Die Butter sollte mindestens 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank genommen werden, damit sie weich, aber nicht flüssig ist. Getrocknete Tomaten und Knoblauch möglichst fein hacken oder im Mixer zerkleinern und anschließend alles mit einer Gabel oder einem Handrührgerät vermengen. So verteilt sich die Tomatenmasse gleichmäßig in der Butter.

Luftdicht verpackt hält sich die Tomatenbutter im Kühlschrank normalerweise 3 bis 4 Tage. Sie sollte mit sauberem Besteck entnommen werden. Zum Einfrieren eignen sich kleine Rollen oder Eiswürfelformen; dort sollte sie innerhalb von etwa zwei bis drei Monaten verbraucht werden.

Für 250 g Pasta genügen etwa 2 bis 3 Esslöffel Tomatenbutter. In einer warmen Pfanne schmelzen und mit etwas Nudelwasser verrühren. Parmesan, Rucola oder geröstete Pinienkerne ergänzen die Sauce.

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Autor Heidi Held
Heidi Held
Ich bin Heidi Held und meine Leidenschaft für Kochen, Grillen und Genießen begleitet mich nun schon seit 12 Jahren. Auf knossos-grill.de teile ich mit Ihnen meine liebsten Rezepte und praktische Tipps, die das Kochen und Grillen zu einem echten Erlebnis machen. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, auch komplexe Themen verständlich aufzubereiten, und genau das ist mein Anliegen: Wissen so zu vermitteln, dass es für jeden leicht nachvollziehbar ist. Ich lege Wert darauf, dass die Informationen, die ich hier präsentiere, nicht nur hilfreich, sondern auch auf dem neuesten Stand und gut recherchiert sind, damit Sie sich bei jedem Gericht und jedem Grillfest sicher fühlen können.

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